Liebe zur kirche

« Seit wirklich in eurem Herzen und von ganzem Herzen Petrus verbunden : dir übergebe ich die Schlüssel zum Himmelreich, hat Jesus gesagt. Weide meine Schafe, weide meine Lämmer; und seien wir danach unseren Bischöfen und Pastören verbunden.
Dies ist die Gesinnung, die Franziskus dazu verhalf, Franziskus zu werden und das Evangelium zu leben. »
pape Jean-Paul II

« Sich einsetzen für das Wohl der Kirche im Einklang mit seinen eigenen Möglichkeiten und Gaben »

« Der Vorrang des Petrus ist ein Vorrang der Liebe »

« 11. Oktober. 8 Uhr 30 morgens. Eröffnung des 21. ökumenischen Konzils, Vatikan II.
Ich sitze ausgesprochen aufmerksam und hörbegierig vor dem Fernseher. Weder Rom noch die Welt haben jemals solch eine Vision erlebt. Im Petersdom 2500 Bischöfe von überall her, aus allen Rassen, allen Sprachen, allen Hautfarben; offizielle Gesandte aus über 80 Ländern; Ehrengäste, d.h. offizielle Beobachter verschiedener christlicher Konfessionen, Protestanten und Orthodoxe, über dreissig.
 
Die riesige Prozession, das Veni Creator, sowie die Messe zu Ehren des Hl. Geistes, haben etwas erhebendes. Wie könnte der Hl. Geist bei so einem Jahrgang taub bleiben! In unserer modernen Zeit, die sowohl zum besten als auch zum schlimmsten fähig ist, wird der hl. Geist handeln! Die Instrumente, die er braucht, um sein Werk zu vollbringen, stehen ihm hier zur Verfügung. Natürlich muss dieses Werk mit Geduld und viel Einsatz aufgebaut werden; das war auch zur Zeit der anderen Konzile nicht anders.
 
Nach dem Gelöbnis der Gehorsamkeit aller am Konzil teilnehmenden Patres, das Glaubensbekenntnis des Papstes. Ergreifend, umwerfend! Aufs neue bekennt Petrus, in der Gestalt Johannes des 23sten, öffentlich, im Beisein der Kirche und vor dem gesamten Universum, seinen Glauben an Christus. Ein Zeuge des vollen und leuchtenden Glaubens der Kirche!
 
Dieser Glaubensakt wird von den Patres des Konzils durch die Stimme des Konzilsekretärs, Monsignore Felici, wieder aufgenommen. Zum Schluss schwören alle Patres, die Hand auf dem Herzen, absolute Treue zum Glauben der katholischen Kirche.
 
Das Konzil hat sich versammelt, um die Wahrheit zu verkünden, um einen der heutigen Zeit entsprechenden Ausdruck zu finden.
 
Ein ergreifender Moment war, als der Papst persönlich vor den Augen des versammelten Konzils, seinen katholischen Glauben bekannte, obwohl er selbst der unfehlbare Meister des Glaubens war, nicht um nach seinem Glauben beurteilt zu werden, sondern um vor der Kirche, deren Meister und Hüter er ist, zu bezeugen, dass sie uns wirklich von den Aposteln, sowie von den vorhergegangenen Konzilen überliefert worden ist.
 
Wir wissen, dass wir mit diesen Konzilen verbunden sind, und zwar eben durch den Gesang des Credos, das in Nizäa und Konstantinopel formuliert worden ist.
 
… Welch einzigartiger Anblick, dieses Konzil! Welch ein ergreifendes Bild der Einheit der Kirche, wie sie es bisher vielleicht noch niemals hat sichtbar werden lassen. Das grosse Fürbittengebet am Ende der Zeremonie hat die Universalität der Kirche zum Ausdruck gebracht. Sie betete auf griechisch, auf russisch, auf arabisch und der Papst beendete sie persönlich in der griechischen Sprache, der Sprache der ersten Bischöfe und die des Petrus.
 
Hoch lebe Christus! Hoch lebe die Kirche! Hoch lebe das Konzil! »
« Ich akzeptiere nicht, Kinder, dass man sich für einen Sohn des Hl. Franziskus ausgibt, wenn man nicht ganz wie er in den Händen der Kirche ist, ich wage selbst zu sagen, „auf den Knien“ … Das hat nichts demütigendes, im Gegenteil. Ein Kind kniet vor seiner Mutter, und die Kirche ist unsere Mutter. In seiner Güte, seiner Weisheit, seiner Allmacht, ist Gott doch in der Lage – Gott ist Gott ! – ist er doch in der Lage, seine Kirche auf Petrus aufzubauen! »
« Manchmal  ist das Leben zum Verzweifeln, man hat den Eindruck, man könne nichts mehr tun. Aber Gott verlässt seine Kirche nie. In den schlimmsten Momenten der Kirche geschah immer etwas, das die Situation umwarf. Denken Sie an die Zeit des Hl. Franziskus. Der Traum Innozenz des dritten war nicht unberechtigt: die Latranbasilika schwankte auf ihrer Basis: so stand es in Wirklichkeit um den Geist der Christenheit.
 
Und da stellt sich ein armer Bettler vor; wer hätte das je geglaubt ? Franziskus hatte viele Gegner und wie Celano, einer seiner ersten Biografen, schrieb, wenn Gott ihm nicht sehr grossen Beistand im Umfeld des Papstes gesichert hätte, könnte man sich denken, dass dieses Blümchen, das so ein grosser Baum werden sollte, zertreten worden wäre. »